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Noch mehr Kies geht nicht!

Genehmigte Aukiesungsflächen in Bislich Genehmigte Aukiesungsflächen in Bislich Flächennutzungsplan Wesel

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Die Weseler Grünen fragen: "Was will die Kiesindustrie in Wesel noch wegbaggern?" Im Rahmen des Kiesforums der SPD zeichnete die Kieswirtschaft in Wesel ein ausschließlich positives Bild ihrer Ressourcennutzung am Niederrhein.

20 % von Wesel sind bereits ausgekiest oder zur Auskiesung vorgesehen.

Es würden jährlich nur 0,05 % der Fläche ausgekiest, so dass man mindestens 100 Jahre auf dem aktuellen Niveau weiter graben könne. Die Weseler Grünen haben die aktuellen Karten, die zur Genehmigung im laufenden Verfahren des Landesentwicklungsplans anstehen, gesichtet. Demnach sind bereits 20 % der Gesamtfläche Wesels ausgekiest oder zur Auskiesung vorgesehen. 

Allein in den letzten 15 Jahren wurden 240 ha landwirtschaftliche Flächen abgegraben. Das sind vier komplette Bauernhöfe.

Vier Bauernhöfe können 500 Menschen ernähren!

Diese wären in der Lage mehr als 500 Menschen über Jahrhunderte mit Lebensmitteln zu versorgen. Europa ist heute schon auf Nahrungsmittelimporte aus Afrika und Südamerika angewiesen. Das heißt, wir importieren "Boden" aus ärmeren Regionen der Welt.

Auch das Argument, die Bauindustrie benötige große Mengen Kies und Sand für die Erhaltung unseres Wohlstands folgt blind der Wachstumslogik des letzen Jahrtausends. Wer soll denn in den ganzen Neubaugebieten, die überall errichtet werden wohnen, wer soll die Gebäude, die Straßen, die Kanäle denn in Zukunft unterhalten, wenn wir insgesamt weniger und im Durchschnitt auch immer älter werden?

Sowohl die Bundes, als auch die Landesregierung haben erkannt, dass der Boden ein schützenwertes Gut darstellt. Wenn in Deutschland nur noch 30 ha und in NRW nur noch 5 ha Boden pro Tag zur Nutzung freigegeben werden, steht Wesel pro Jahr ein Kontingent von 6 ha zu. Allein die Kiesindustrie hat in den letzten 15 Jahren mit 16 ha/a mehr als den doppelten Betrag geschluckt.

Es ist höchste Zeit, Grenzen zu definieren.

Eine Grenze muss lauten: Kein weiterer Verlust wertvoller landwirtschaftlicher Böden. Die zweite Grenze bilden die großen Wasserschutzzonen auf Weseler Gebiet.

 

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 01 April 2015 11:26
Ulrich Gorris

Seit 1983 bin ich Mitglied der Weseler Grünen und setze mich besonders für die Energiewende in Wesel ein. Der Ausstieg aus der Atomenergie,  Klimaschutz und die Stärkung baisdemokratischer Mitbestimmungsmöglichkeiten sind wichtige Anliegen meiner politischen Tätigkeit.

Beruflich arbeite ich als Lehrer an der Gesamtschule in Wesel und im Zentrum für Lehrerbildung in Oberhausen.

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